Au-Berneck erkämpft Punkt in Nachspielzeit

Die Auer zeigen in Ruggell zwei Gesichter: Nach katastrophalen ersten 45 Minuten (0:2) steigert sich die Mannschaft und schafft in letzter Sekunde den 2:2-Ausgleich.

Einsam – so dürfte sich Au-Trainer Michael Lehnherr gefühlt haben, als er sich nach einer nur zweiminütigen Halbzeit-Ansprache wieder auf die Bank setzte. Offenbar hatte der Übungsleiter die Nase gestrichen voll. Die Gelb-Blauen brachten bis dahin so gut wie gar nichts zustande: Nach einer Viertelstunde lagen die Unterrheintaler 0:2 zurück. Beide Tore fielen nach einem Eckball; beide Male profitierten die Torschützen von meterweise freiem Raum.

Daniel Lichtenstern im 2-Kampf

21. Mai 2013

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Drei Wechsel in 14 Minuten
Der Trainer wollte ein Zeichen setzen, und nahm mit Sanseverino früh seinen besten Torschützen vom Feld (28.). Da sich kurz darauf auch Egger (34.) und Zinko (42.) verletzten, war das Wechselkontingent bereits zur Pause ausgeschöpft.

Michael Lehnherr schien das nicht zu stören. Er überliess seine Mannen ihrem Schicksal und tigerte im zweiten Durchgang solo die Linie auf und ab. Von dort aus beobachtete er deutlich frischere Auer: Nach 57 Minuten verzeichnete Ex-Ruggell-Stürmer Saiti den zweiten Auer Torschuss und leitete einen Hauch von Aufholjagd ein.

Neue Auer Youngsters
Einen brenzligen Moment hatten die Gäste – Xhymshiti traf wuchtig die Latte (62.) – noch zu überstehen, dann waren sie das bessere Team. Daran beteiligt waren mit Indermauer, Sönmez und Boehrer auch drei B-Junioren, die am Samstag beherzt zu Werke gingen. Der Anschlusstreffer war eine Co-Produktion der „neuen Generation“, wie es Präsident Daniel Good formulierte: Flügelspieler Boehrer spielte einen weiten Ball auf Indermauer, der sich die Vorlage erlief und trocken ins entfernte Eck traf (68.).

Beinahe hätte Assist-Geber Boehrer in der nächsten Szene selber getroffen (70.) – sein Geschoss wurde von Ruggell-Verteidiger Frommelt per Kopf geklärt. Trotzdem warf Gelb-Blau nun alles nach vorne – sogar Defensiv-Mann Pascal Lichtenstern spielte mit seinen Brüdern im Sturm.

Der Ausgleich fiel, wenn auch erst nach 93 Minuten: Ein Freistoss von Winterberg segelte in den Strafraum, wo ein Gestocher entfacht wurde. Erneut scheiterte Boehrer an einem Verteidiger, als Vidallé sich den Abpraller schnappte und seiner Mannschaft wuchtig einen Punkt rettete.

3. Liga, Gruppe 2
Ruggell – Au-Berneck 2:2 (2:0)
Widau – 130 Zuschauer – SR:
Tore: 8. Manuel Ritter 1:0, 15. Büchel 2:0; 68. Indermauer 2:1; 90. Vidallé 2:2.
Ruggell: Marxer; Frommelt, Manuel Ritter, Philipp Augsburger, Elmer; Meier (70. Wolfinger), Büchel (90. Christian Ritter), Hasler, Christoph Augsburger; Xhymshiti (76. Spalt), Fischer.
Au-Berneck: Dietsche; Egger (34. Vidallé), Liberatore, Pascal Lichtenstern, Winterberg; Zinko (42. Boehrer), Simon Lichtenstern, Daniel Lichtenstern, Sönmez; Sanseverino (28. Saiti); Indermauer.
Gelbe Karten:38. Winterberg (Foul); 50. Daniel Lichtenstern (Reklamieren), 87. Sönmez, 90. Christian Ritter (beide Foul).