FC Au-Berneck 05 - FC Rüthi 2:0

Erster Saisonsieg in letzter Minute

Ein hart umkämpftes Derby entscheidet Au-Berneck gegen Rüthi mit 2:0 (0:0) für sich. Zum späten Matchwinner avancierte Daniel Lichtenstern: Erst traf er nach einem Corner - 60 Sekunden später bereitete er Zeilingers 2:0 vor.

Erster Saisonsieg in letzter Minute

3. September 2012

Direktlink

Für das Trainerduo Lehnherr/Stüdli gab es nach dem Siegestreffer kein Halten mehr: Ersterer stürmte den Platz, ballte die Faust und liess seinen Emotionen freien Lauf. Im vierten Anlauf ist es Au-Berneck endlich gelungen, den ersten Pflichtspiel-Sieg zu realisieren. Gegen Rüthi war das Heimteam die bessere Mannschaft, ging mit seinen Chancen aber einmal mehr fahrlässig um. Unmittelbar vor Ablauf der regulären Spielzeit brauchte Gelb-Blau eine Standardsituation, um die Führung zu erzielen. Einen Eckball von Saiti verwerte Daniel Lichtenstern per Kopf zum ersten Vollerfolg der laufenden Spielzeit.

Ausgeglichenes Duell
Zuvor sahen die zahlreichen Zuschauer ein Derby auf Augenhöhe. Die Gäste erspielten sich zwar weniger Chancen, waren mit ihren Vorstössen aber ebenso gefährlich. Bereits nach drei Minuten tauchte Marc Schneider erstmals vor Dietsche auf. Ein Lob war in dieser Situation aber die falsche Entscheidung. Auf der anderen Seite zeigte sich Simon Schudel bemüht, seinen Torfluch endlich zu besiegen. Zweimal schloss er aus aussichtsreicher Position ab (13./39.), zweimal konnte Baumgartner parieren.

Die beste Auer Chance im ersten Durchgang besass Colic. Via Saiti und Schudel landete der Ball beim Stürmer (15.), welcher aus gut zehn Metern über das Gehäuse zielte. Für Rüthi wurde Pascal Schneider nach einem Konter gefährlich (24.) – Marco Dietsche im Auer Tor konnte sein Geschoss aber entschärfen.

Das Spiel bot aufgrund vieler Möglichkeiten beste Unterhaltung, deckte aber auch die Schwächen beider Mannschaften auf. Zu oft wurde mit langen Bällen operiert, welche nicht selten in den Armen des gegnerischen Torhüters landeten. Beim Stand von 0:0 wurden die Seiten gewechselt.

Das gleiche Lied
Auch der zweite Durchgang wurde der Bezeichnung Derby gerecht. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff startete Marc Schneider durch - sein Vorstoss endete mit einer Parade von Dietsche. Der Schlussmann hielt in der Folge einen Distanzschuss von Tiziani sowie einen Kopfball von Jérôme Lüchinger, ehe seine Mannschaft stärker wurde. In Minute 73 vergab Sanseverino kläglich, als er eine Stafette über Colic und Saiti aus sechs Metern über das Tor spedierte. Dennoch kam Au der Führung immer näher. Zum spielentscheidenden Eckball klärte Hamburger in Extremis vor Catalano (89.), der am Samstag als Joker zum Einsatz kam. Saitis anschliessender Corner landete punktgenau bei Daniel Lichtenstern, dem wie schon gegen Staad ein sehenswerter Kopfball-Treffer gelang.

Tor mit Ankündigung
Für die definitive Entscheidung zeigte sich der eingewechselte Zeilinger verantwortlich. Michael Lehnherr erteilte ihm zuvor die klare Anweisung, „Druck über die Seite“ zu machen. Sein Schützling jedoch erwiderte trocken: „Keine Sorge, ich mach´ ihn rein“. Der Joker hielt sein Wort, erlief sich einen Steilpass von Daniel Lichtenstern und spitzelte diesen aus 16 Metern ins Tor.

So waren es auch in der dritten Partie die Mittelfeldspieler, welche bei Au-Berneck die Treffer erzielen. Vielleicht sollten Stürmer ihre Tor künftig ankündigen: Bei Daniel Zeilinger hat es funktioniert.

Bericht und Fotos: Raffael Zanoni

 

Au-Berneck – Rüthi 2:0 (0:0)
Degern – 350 Zuschauer – SR: Zoran Vilimonovic.
Tore: 89. Daniel Lichtenstern 1:0, 90. Zeilinger 2:0.
Au-Berneck: Dietsche; Egger, Liberatore, Pascal Lichtenstern, Dierauer; Schudel (64. Sanseverino), Simon Lichtenstern, Daniel Lichtenstern, Bucciol (57. Catalano); Saiti, Colic (86. Zeilinger).
Rüthi: Baumgartner; Berisha, Büchel, Björn Schneider, Hamburger; Ramon Lüchinger (67. Ender), Tiziani, Buschor, Jérôme Lüchinger; Marc Schneider, Pascal Schneider (88. Oehler).
Gelbe Karten: 16. Tiziani (Reklamieren), 43. Buschor; 68. Pascal Lichtenstern, 79. Marc Schneider, 80. Liberatore, 84. Pascal Schneider, 90. Dierauer (alle Foul).