... Tabellenplatz hat sich die neu formierte Mannschaft mit ihrem Trainer Daniel Niederer ausgezeichnet platziert. Wir haben Daniel zum Verlauf ...

Daniel Niederer

3. November 2010

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Wie bist Du mit dem 3. Rang nach der Vorrunde zufrieden?
D.N.: Ich bin positiv überrascht, dass die Mannschaft das Potential bereits nach so kurzer Zeit hat aufzeigen können, und daher bin ich mit der Platzierung natürlich sehr zufrieden.

Aufgrund der letzten beiden Partien gegen Rebstein und St. Margrethen müsste man fast meinen, dass mehr möglich gewesen wäre?
D.N.: Hm, wie soll ich sagen. Es ist doch immer so, dass man sich am Schluss eines Abschnittes fragt, ob mehr drin gelegen wär. Aber sind wir doch mal ehrlich, hätte man uns zu Beginn der Saison gesagt, dass wir am Schluss der Vorrunde auf dem 3. Platz stehen würden, hätten uns die meisten für grössenwahnsinnig erklärt. Also ist es doch in Ordnung. Die einzigen Punkte, die mir weh tun sind die 3 verlorenen Punkte gegen Besa, als wir das Spiel gegen 10 Spieler aus der Hand gaben. Aber wir wären auch mit diesen 3 Punkten nur Dritter…

Wie ist die Phase von 4 Spielen und nur einem Punkt zu erklären?
D.N.: In dieser Phase mussten wir unter anderem auf gesperrte Spieler und Spieler, welche ihren Militärdienst absolvierten (Wochenend-Dienst) verzichten. Zusätzlich hat uns in diesen Spielen Toni Liberatore verletzungshalber gefehlt. Ebenfalls mussten wir kurzfristige Absenzen kompensieren.

Wie bist Du mit der Entwicklung der jungen Spieler (Dierauer, Federer, Joel Hutter, Schudel, Sejfijaj, Sieber, Keller) zufrieden?
D.N.: Wie alles andere auch, entwickeln sich auch junge Spieler unterschiedlich. Der eine konnte zulegen, der andere hat etwas abgegeben. Bei den jungen Spielern ist wichtig, dass sie lernen mit den verschiedenen Situationen umzugehen, und versuchen, sich stetig weiter zu entwickeln. Dabei spielt auch die private Umgebung eine wichtige Rolle. Man darf nicht ausser Acht lassen, dass zum Beispiel unser „Nesthäkchen“ im Sommer erst die Schulbank verlassen und eine Lehre angefangen hat. Also auch da einen kompletten Wechsel der gewohnten Umgebung in Angriff nehmen musste. Da überrascht es nicht, dass da und dort manchmal die Konzentration oder die Kraft fehlt. Aber ich denke halt, dass es wichtig ist den Jungen die Zeit zu geben, aber natürlich mit den nötigen, aber nicht zu hohen Erwartungen.

Gibt es auch Spieler, welche Deine Erwartungen nicht erfüllt haben?
D.N.: Nein, nicht erfüllt hat keiner der Spieler. Ich glaube aber, dass einige noch nicht an ihr Limit gegangen und durchaus zu mehr in der Lage sind.

Ihr habt praktisch nie mit der gleichen Formation gespielt; war dies gewollt oder hat sich das so ergeben?
D.N.: Wie bereits oben erwähnt, haben wir mit diversen Absenzen leben müssen (Gesperrte, Ferien, Arbeit, Schule oder Verletzungen). Daher mussten wir des Öfteren Umstellungen vornehmen. Aber es hat auch Umstellungen gegeben, mit denen ich die Qualität der Mannschaft verbessern wollte. Es bringt nicht viel, wenn wir einen Kader von 20 Spielern nicht ausschöpfen, sondern immer mit denselben 11 spielen. Wir müssen auch den Spielern 12 bis 20 Praxis geben, da diese sonst nie an die ersten 11 herankommen. Der Konkurrenzkampf muss gelebt werden. Und wie auch schon erwähnt, es liegt immer mehr drin, aber dafür muss jeder immer hart arbeiten.

Aendert sich etwas an Deiner Zielsetzung für die Saison?
D.N.: Was habe ich denn für eine Zielsetzung herausgegeben? War es: Nicht absteigen, oder wollten wir aufsteigen? Nein, Spass beiseite… ich denke unser Ziel muss sein die Mannschaft auf dem angefangenen Weg weiter zu führen. 2, 3 kleinere Anpassungen machen, um die verfehlten Punkte in der Rückrunde nicht noch einmal zu verpassen. Unser Ziel muss sein, einen vorderen Mittelfeldplatz zu erreichen.

Gibt es auf die Rückrunde bereits bekannte Aenderungen am Kader?
D.N.: Änderungen kenne ich zum jetzigen Zeitpunkt keine. Wir müssen nur wenig korrigieren, die Mannschaft ist intakt, und es wäre verfehlt hier wieder grosse Veränderungen zu veranlassen. Jetzt benötigen wir Konstanz in allen belangen. Das bedeutet auch Geduld zu haben. Sicher ist, dass ich die Fühler ausstrecken werde, um kürzlich abgewanderte und für die Mannschaft wichtige Spieler vielleicht wieder auf die Degern zurückzuholen. Diese Spieler müssen aber auch bereit sein, längerfristig beim FC Au-Berneck spielen zu wollen. Und das Wichtigste: Die Spieler müssen in die Mannschaft passen.

Wo kann sich die Mannschaft noch verbessern?
D.N.: Ich denke die Mannschaft hat in der Mehrheit der Spiele gezeigt zu was sie in der Lage ist. Aber sie hat auch die schlechten Seiten nicht verbergen können. Und darum heisst es jetzt an der Konstanz zu arbeiten, sodass wir die schlechten Spiele eliminieren können. Bereits in den letzten 4 Spielen waren die Verbesserungen zu erkennen. So haben wir gerade mal 4 Tore kassiert und 12 geschossen, und dies unter anderem gegen die beiden Gruppenersten…

Gibt es sonst noch etwas aus Deiner Sicht anzumerken?
D.N.: Ich möchte mich herzlich beim Vorstand bedanken, welcher mich in jeder Situation tatkräftig unterstützt und mir zur Seite steht, wenn ich ein Anliegen habe. Des Weiteren möchte ich mich bei den sehr zahlreichen Zuschauern bedanken. Es ist nicht selbstverständlich, dass man auf eine so grosse Unterstützung zählen kann. Und zu Guter Letzt natürlich auch bei meinen Spielern, welche sich für die Mannschaft einsetzen und ihr Bestes geben. Es ist eine wahre Freude zu den Spielen und den Trainings zu kommen. DANKE SEHR !! In diesem Sinne Hopp FC Au-Berneck.

Interview von Hubert Gehrig