Im Spitzenkampf der 2. Liga behält der Leader aus Widnau die Überhand und gewinnt im Derby gegen Au-Berneck vor beeindruckender Kulisse ungefährdet mit 3:0. Damit haben die Widnauer ihren Vorsprung auf sieben Punkte ausgebaut. Widnau – Au-Berneck 3:0 (0:0)

Spitzenkampf der 2. Liga

11. Mai 2009

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Im Vorfeld dieser Partie liess sich Widnaus Trainer Jeff Geiger zu keiner Prognose für das Duell gegen den direkten Verfolger hinreissen. «Warten wir die 90 Minuten ab», liess er sichtlich angespannt verlauten. Nach dem Strauchler in Landquart durfte der Leader gegen Au-Berneck keine weiteren Punkte verschenken und würde mit einem Sieg den vorentscheidenden Schritt in Richtung Aufstieg nehmen. Au-Berneck startete durchzogen in die Rückrunde, entschied die letzte Partie aber deutlich für sich. Ein Sieg gegen den aktuellen Leader hätte die Krönung einer bereits erfolgreichen Saison bedeutet und das Saisonfinale nochmals spannend gemacht.

Hitziger Start
Auf beiden Seiten liess man keine Sekunde verstreichen und startete energisch in die Begegnung. Die Zweikämpfe wurden hart geführt, doch verhinderte eine eher defensive Ausrichtung hüben wie drüben ein Offensivspektakel gleich von Beginn weg. Unerbittlich stemmten sich die Spitzenteams der 2. Liga gegen einen frühen Rückstand.

Allmählich waren dann aber leichte Vorteile für Widnau zu verzeichnen, und das Spielgeschehen verlagerte sich zusehends in die Spielhälfte der Gäste. Kabashi kam gar zu einer guten Möglichkeit, doch die Abwehr von Au-Berneck war zur Stelle. In der Folge legte dann auch die Mannschaft von Trainer Wildhaber ihre Hemmungen ab und suchte vermehrt den Erfolg in der Offensive. So hätte Lichtenstern die Gäste durchaus in Führung bringen können, als die Widnauer Abwehr den Ball nach einem Freistoss nur ungenügend befreite. Sein Abschluss aus kurzer Distanz ging jedoch über die Querlatte, und auch Batliner blieb der Torjubel versagt, als er aus spitzem Winkel den gewohnt souveränen Büchel prüfte. Aber auch die Platzherren brachten den Ball in die Nähe der gegnerischen Torlinie. Ein Abschluss Irismes aus rechter Position wurde von Memeti aufs eigene Tor abgelenkt, doch Widrig stoppte den Ball geistesgegenwärtig auf der Torlinie.

Bis zum Seitenwechsel flachte das Spiel ab, da niemand einen Rückstand kurz vor der Pause riskieren wollte. Nach dem Wiederanpfiff ging die Geiger-Elf wesentlich entschlossener zur Sache und siehe da: Steffani traf zur Widnauer Führung. Eine schnelle Ballstafette von Büchel über Kühnis endete in einer idealen Kopfballvorlage durch Irisme, die Steffani freie Bahn auf Schlussmann Widrig ermöglichte. Der Widnauer Stürmer liess es sich nicht nehmen und verwandelte eiskalt mit einem Schuss in die tiefe Ecke. Au-Berneck konnte auf diese Rücklage nicht reagieren, zu sattelfest agierten die Platzherren in der Defensive.

Trainer Wildhaber versuchte durch Auswechslungen neuen offensiven Schub in seine Mannschaft zu bringen, doch auch mit neuen Angreifern wurde Au-Berneck bis zum Schluss nicht mehr gefährlich. Auf der anderen Seite bekamen die Widnauer viel Platz im Spiel nach vorne, den die stärkste Offensive der Liga auch nutzte. Wiederum war es Steffani, der im Zusammenspiel mit Istrefi für den zweiten Widnauer Treffer sorgte.
Allzu leicht liess sich Winterberg von Istrefi den Ball abluchsen, worauf der Widnauer seinen Sturmpartner zum 2:0 bediente. Zum Schluss bewies dann Kühnis Kopfballstärke und verwertete einen Eckball zum verdienten 3:0 für die Gastgeber.

Gutgelaunter Präsident
Auf Widnauer Seite war man durchwegs erfreut über diesen wichtigen Sieg auf dem Weg zum Aufstieg. «Nach dem Unentschieden von letzter Woche habe ich heute eine Mannschaft gesehen, die den Aufstieg absolut verdienen würde», sagte Präsident Ruedi Sieber zum Vollerfolg.

Aegeten – 600 Zuschauer – SR: Fust.
Widnau: Büchel; Grujcic (73. Grob), Aggeler, Kühnis, Berisha, Lüchinger, Kabashi, Steffani (84. Nüesch), Hämmerle, Irisme (53. Sonderegger), Istrefi.
Au-Berneck: Widrig; Winterberg (73. Yümlü), Gulan, Frenandez, Turienzo (58. Catalano), Batliner, Memeti, Vrenezi, Lichtenstern (78. Liberatore), Roccia, Hutter.
Tore: 48./71. Steffani 2:0, 83. Kühnis 3:0.
Gelbe Karten: 24. Irisme/Gulan, 56. Sonderegger, 72. Kabashi.