Nach nur einem Punkt aus den letzten zwei Partien findet der FC Au-Berneck 05 auf die Erfolgsspur zurück und bezwingt Schlusslicht St. Margrethen mit 1:2 (0:1). Das erlösende Siegestor erzielte Joker Catalano in der 92. Minute.

Die Erleichterung auf der Auer Bank war kaum zu überhören, als Einwechselspieler Gianni Catalano kurz vor Abpfiff zum 2:1 aus Sicht der Gäste einschiessen konnte. Zuvor war das Team von Trainer Roland Wildhaber während 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft. Ob der Pflichtsieg hingegen auch ohne den Platzverweis gegen St. Margrethens Shoshi geglückt wäre, muss zumindest bezweifelt werden.

Badi

27. April 2009

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«Keine Macht der Gewalt»
Zu Beginn der Partie stand aber eine andere Thematik im Fokus. Die beiden Vereine, die sich bereits vergangene Woche im 5.-Liga-Duell gegenüberstanden, setzten sich gemeinsam gegen Gewalt auf und neben dem Fussballplatz ein. Der Grund dafür waren massive Ausschreitungen, welche sich eine Woche zuvor auf der St. Margrether Rheinau zutrugen. So gestalteten die beiden Fussballclubs ein gemeinsames Transparent, das zu Beginn des Kräftemessens auf den Platz getragen wurde und nun während der gesamten Rückrunde auf dem Sportplatz zu Fairness aufrufen soll.

Dementsprechend «fair» starteten die beiden Mannschaften dann auch in die Partie: Torchancen waren vorerst Mangelware, und bei vielen Offensivbemühungen fehlte der entscheidende Pass.

Und dennoch konnten die Gäste schon früh in Führung gehen. In der 22. Spielminute war es Stif Gulan, welcher sich aus über 20 Metern Distanz ein Herz fasste. Sein abgelenkter Schuss segelte über den machtlosen Heim-Schlussmann Jeton Maliqi ins Tor.

Auch dieser Treffer erhöhte die Dynamik des Spiels nur gering, und es gelang auf beiden Seiten wenig aus dem Spiel. Einzig in der 40. Minute wurde es vor Au-Keeper Widrig noch einmal gefährlich, als sich der St. Margrether Soylu auf der rechten Seite durchtankte. Den Abpraller versuchte Liridon Maliqi per Fallrückzieher zu verwerten, was jedoch misslang.

Platzverweis nach Tätlichkeit
In der zweiten Halbzeit kam nun Schwung in die Partie. Bereits in der 47. Minute kam Simon Lichtenstern zu einer Chance, seinen Kopfball nach einem Liberatore-Freistoss konnte Shoshi aber auf der Linie klären. Und in der 65. Minute war es abermals Kapitän Shoshi, der den Angriff zum Ausgleich einleitete: Auf der rechten Seite bediente er Liridon Maliqi, welcher bis zur Grundlinie durchzog – seine gut getimte Flanke köpfte Soylu dann kraftvoll zum 1:1 ein. St. Margrethen erhielt nun etwas Aufschwung, der in der 80. Minute aber urplötzlich verflog.

Grund dafür war der Platzverweis gegen Kapitän Besart Shoshi, welcher sich in einem Gerangel mit Marc Batliner zu einer Tätlichkeit verleiten liess. Das Ausscheiden des sonst soliden Abwehrspielers hatte für St. Margrethen fatale Konsequenzen: In der Nachspielzeit gelang der Ball via Gulan und Batliner in den Lauf des eingewechselten Gianni Catalano. Dieser wurde von Verteidiger Tahiri zwar noch massgeblich am Schuss gehindert, der entstandene Prellball kullerte mit etwas Dusel aber trotzdem ins Tor der St. Margrether.

Mit diesem Sieg wahrt die Wildhaber-Elf ihre verbliebenen Ambitionen im Aufstiegsrennen. Für St. Margrethen hingegen sieht die Lage immer düsterer aus: Der Rückstand auf das rettende Ufer ist auf sieben Punkte angewachsen, da St. Otmar gegen Landquart mit 1:0 gewinnen konnte. Möchte die Equipe von Marco Pamminger auch in der nächsten Saison noch in der zweiten Liga spielen, muss die Aufholjagd ab sofort beginnen.

Quelle Bericht: www.rheintaler.ch