FC Au-Berneck 05

Seit 2005 / Fusion von FC Au-Heerbrugg (1946) und FC Berneck (1973)

Früher war's Besser!
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Unsere Clubgeschichte als einzigartige Präsentation,
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Geschichte des FC Au
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Aus der Geschichte des FC Au

1946-1986

Chronist: Heini Eugster

Teil 1 / 3

Der FC Au erlebte zweimal eine «Gründung». Er wurde demzufolge sogar zweimal aus der Taufe gehoben. Die erste Geburt erfolgte irgendwann in den 30er Jahren. Der Name war FC Au unter der Regie der katholischen Jungmannschaft. Während des Krieges 1939 bis 1945 erlosch aus naheliegenden Gründen natürlich jede Vereinstätigkeit. Gott gebe, dass niemals mehr solche Zeiten einkehren.

Dann, nach diesem Dornröschenschlaf, begann eine bis heute andauernde Renaissance. Es wurde nämlich eingeladen! Zur Gründungsversammlung des FC Au am Dienstag, den 18. Juni 1946 ins Gasthaus «Zur Sonne».

Aus dem st.gallischen Rheintal wird die Gründung eines Fussballclubs in Au gemeldet, so dass im Herbst mit einer starken Belebung des Fussballbetriebes gerechnet werden kann, nachdem auch Berneck, Rebstein, Altstätten und Montlingen an den Konkurrenzen teilzunehmen gedenken und auch die Gründung eines Vereins in Heiden vollzogen ist. Sport 14.6.46

Hauptinitiant war der damalige Direktor der Firma Reliefdruck Hans Lang. Er war auch Hauptsponsor und ein initiativer Fussballfreund, wollte aber eher im Hintergrund bleiben, da er geschäftlich sehr engagiert war. Die Gründung wurde vollzogen.

Paul Grüninger

Die Gründungskommission setzte sich zusammen aus: Paul Grüninger*, Präsident - Erwin Vögeli, Sekretär - Werner Dalla Rosa, Aktuar - Reto Zindel, Kassier - Mathias Zindel, Beisitzer - Gebhard Weder, Beisitzer - David Chiappollini, Materialverwalter

Aber man hatte noch kein Spielfeld. Das liebliche Rheinvorland, die Rheinauen genannt, wurde dazu auserkoren. Der Rhein war noch ungestüm und nicht gezähmt, als im Jahre 1946, gleich nach dem Krieg, der FC Au im Vorland dieses Flusses im «Do it Yourselfsystem» den prächtigen Sportplatz herrichtete, mit viel Schweiss selbstverständlich.

Eine Handvoll, nein es waren deren drei, Idealisten und Sportbegeisterte, fanden sich in diesem Nachkriegsjahr zusammen, um dem Fussballsport zu frönen. Zuerst musste jedoch Frondienst geleistet werden, damit die Tschutter in Besitz eines Fussballplatzes und einer Clubhütte gelangen konnten. Gemäss der sportlichen Kollegialität und den ähnlichen Zielen, hatten schon damals auch andere Sportvereine, es war der Turnverein, Mitbenutzungsrecht der Anlage.

Am 8. August 1948 war dann Platzeröffnung. Dieser Anlass sollte zu einem grossen Fest werden. Das Rahmenprogramm versprach einiges. Der Nat. A Club YF und der A-Vertreter Österreichs Lustenau kombiniert gaben sich die Ehre.

Da es in jenen Jahren noch keine 5. Liga gab, wurde demzufolge in der 4. Liga begonnen. Mit wenig finanziellem Aufwand, aber mit umso grösserem Einsatz und Eifer, aber auch mit beachtlichem, sportlichem Niveau, wurde gegen gleichklassige Clubs, die überall in der Region aus dem Boden schossen, gekämpft. So hatte man den sonntagnachmittäglichen Spaziergang zum Sportplatz «Rheinauen» nicht zu bereuen, für Spannung wurde gesorgt.

Der Verein schaffte dann alsbald unter der Führung des Präsidenten Paul Grüninger* und dem Trainer Kanalz im Jahre 1949 den Aufstieg in die 3. Liga. Das entscheidende Spiel wurde in Arbon away 2:1 gewonnen, nachdem der gleiche Gegner zu Hause 1:1 nicht hatte bezwungen werden können.

Der Schiedsrichter dieses entscheidenden Spieles war der nachmalige berühmte FlFA-Schiedsrichter Josef Guide. Die Eintrittspreise zu den Spielen waren vergleichsweise bescheiden, namlich 80 Rappen. Ein Jahresbudget hatte (sofern gemacht) die Grössenordnung von ca. Fr. 1900-. Der Vereinsbeitrag war mit Fr. 12.- pro Jahr mehr als nur symbolisch.

Teil 2 / 3

Die erste 3. Liga Saison des FC Au begann im September 1949. In diese nach 2 Jahren erreichte «Hochphase» kam dann bald darauf der Hauptfeind des jungen Clubs. ln nahezu regelmässigen Abständen suchte er den Verein heim und wollte ihn buchstäblich ertränken. Es war der schon im ersten Teil als ungestüm und nicht gezähmt bezeichnete junge Rhein, welcher das Spielfeld zerstörte. Insgesamt dreimal wurde wieder planiert, angesät, gewartet, gemäht und dann gespielt. Bis der Rasen jeweils wieder spielbereit war, mussten sämtliche Spiele auswärts ausgetragen werden.

Aus dem Präsidialbericht z.h. der HV vom 16. Juli 1955, verfasst vom damaligen Präsidenten Heinrich Müller geht hervor, dass in der Nacht vom 23./24. August 1954 der Rhein den Platz überschwemmte, die Umkleidekabinen bis Oberkante Fenster unter Wasser setzte und eine 50 cm hohe Schlamm- und Geröllschicht zurückliess. Die umgehend in Angriff genommenen Reparaturarbeiten, im Frondienst natürlich, waren im Frühsommer 1955 mit dem Ansäen des Rasens abgeschlossen. Aber bevor das Gras zum erstenmal geschnitten wurde (Zitat) brach innert Jahresfrist der Rhein erneut über die Anlagen herein und zerstörte wieder alles.

Die Vereinsleitung fasste nun den Entschluss, den Sportplatz an das andere Ende des Dorfes zu verlegen. Man wollte also nicht mehr die Torpfosten nur noch 30 cm zum Wasser herausragen sehen. Dank dem Entgegenkommen der Ortsgemeinde Au, konnte das Land auch mit jeweils 15-jährigen Pachtverträgen gepachtet werden; zu einem günstigen Zins.

«Degern» sagte man damals zu jenem Quartier, wo weit und breit noch keine Häuser standen. «Tägeren» schreibt und sagt man heute. Aber die Anlage hat die interpretation «Degern» behalten. Die alte Umkleidehütte im Rheinvorland wurde demontiert und die noch brauchbaren Teile in die, heute noch stehende, alte Holzhütte integriert, sodass nebst dem, wiederum grösstenteils in Fronarbeit gerichteten Hauptspielfeld, auch hier die Kosten tief gehalten werden konnten. An der HV vom 16. Juli 1955 wurden die Kosten für die neue Anlage mit Fr. 20 000.- bis 25 000.- budgetiert.

Der Vorstand der «Platzverlegungsaera» setzte sich wie folgt zusammen: Präsident Heinrich Müller sen. Vice-Präsident Guido Zindel - Aktuar Jacky Güntert - Kassier Max Weder/Karl Eugster - Sekretär Jules Weder - Trainer I Karl Sonderegger - Juniorenobmann Hans Pergher

Im Frühling 1957 fand ein Platzeröffnungsfest statt. Leider war der dringend benötigte finanzielle Zustupf mehr als dürftig. Die nasskalte Witterung verhinderte einen Erfolg. Nur dank einer guten Tombola konnte das Defizit verhindert werden. Zum Schluss noch ein paar Zahlen: 1953 erfolgte der Abstieg in die 4. Liga. Sage und schreibe, wurde in der untersten Spielklasse viermal der Vicemeistertitel errungen, ehe 1958 der erneute Aufstieg der l. Mannschaft unter Trainer Karl Sonderegger in die 3. Liga gelang.

Kassier Karl Eugster präsentierte für die Saison 1957/58 ein Budget mit 3 000.- Ausgaben und Fr. 2 000.-- Einnahmen. Dank den enormen Anstrengungen aller Mitglieder (Abendunterhaltungen etc.) konnte an der HV vom 12. Juli 1958 mit Fr. 4 200.- Einnahmen und Fr. 4 165.- Ausgaben noch ein Saldo von Fr. 35.- herausgewirtschaftet werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wies jedoch infolge der Belastung durch die Neuanlage ein Defizit von Fr. 2 377.- aus. Spontan verzichtete daraufhin der einzige «Angestellte» des Vereins, Aufstieg-Trainer Karl Sonderegger auf seine Jahresgage. Es gab sie noch, die Idealisten.

Der Verein war nun stolzer Besitzer eines für damalige Verhältnisse supermodernen Spielfeldes. Weitere Höhepunkte sollten folgen.


Hier folgt ein ausführlicher Jahresbericht von 1946/47, geschrieben vom damals aktiven Spieler Ernst Vögeli. Dieser Bericht ist jedoch nur in der kompletten Präsentation sichtbar.


Teil 3 / 3

Das 2. Liga-Abenteuer des FC Au

Am Ende der Saison 58/59 stand der FC Au als Aufsteiger in die 2. Liga fest. Mit 23 Punkten aus 16 Spielen glückte der Gruppensieg. Das wichtigste Spiel fand in Rebstein statt und wurde glücklich 0:1 gewonnen durch ein Tor von Hans Fritschi. Der Gruppensieger stieg direkt auf. Natürlich musste das Fanionteam für die hohen Ansprüche der neuen Liga etwas verstärkt werden, zumal bewährte Kräfte trotz der herrschenden Euphorie den Verein aus den verschiedensten Gründen verliessen.

Die neuen «Stars» hiessen: der ungarische Torhüter Carol Reszynac von Austria Lustenau, Othmar Prantl vom FC Rebstein und Albin Müller vom FC St.Gallen. Auch ein neuer Präsident stand dem Club vor, nachdem Heinrich Müller aus gesundheitlichen Gründen demissionieren musste. Es war der unverwüstliche und clubtreue Paul Grüninger*.

Am 30./31 . Juli 1960 fand, durch den FC organisiert, ein regionaler Grossanlass statt. Es war das erste internationale Musikfestival, welches dem Verein zu erheblichen finanziellen Mitteln verhelfen sollte. Die Dorfjugend war zum Mitmachen aufgefordert, es fand ein musikalischer Wettbewerb statt und Gus Backus, damals auf dem Zenith seiner Karriere, war ein umschwärmter Stargast.

Man konnte durchaus von einem gelungenen Anlass sprechen, fehlte es doch nicht an einem begeisterten Publikum. Allein der finanzielle Erfolg blieb leider aus, wie aus einem Bericht von Paul Grüninger* hervorgeht. Da an allen Ecken und Enden gespart werden musste, wurde z.B. das kostspielige Rasenmähen durch die Schafherde von Platzwart Ruedi Kobler ersetzt. Allerdings waren die Trikots der Spieler manchmal mehr als «Schafstall-Tenus» zu bezeichnen.

Der sportliche Erfolg war jedoch besser. Mit einem 6. Platz wurde die erste 2. Liga-Saison des FC Au beendet. Trainer war nach dem Rücktritt von Karl Sonderegger, Albin Müller aus St.Gallen. Die sogenannte Sportbetriebsrechnung in der Saison 59/60 sah folgenermassen aus: Einnahmen: Fr. 3'761.20 Ausgaben: Fr. 3'557.90

An der HV vom Vereinsjahr 59/60 wird der schlechte Arbeitseinsatz der FC-Mitglieder am Musikfestival mehrfach gerügt und für den ausgebliebenen Finanzerfolg verantwortlich gemacht. Aus Enttäuschung über die Passivität vieler Mitglieder, lehnt der, als neuer Präsident vorgesehene Heinrich Müller, eine Nomination ab. Ebenso liegt auch sein schriftlicher Austritt aus dem Club vor. Er kann aber von der HV umgestimmt werden und bleibt als Vereinsmitglied. Im Interesse der Sache übernimmt Paul Grüninger* das Präsidentenamt für ein weiteres Jahr.

Das zweite internationale Musikfestival war dann auch ein Jahr später ein grosser finanzieller Erfolg, konnte doch die Vereinskassa Fr. 1`000.- als Reinertrag buchen. Das war immerhin 1/3 der butgetierten Clubausgaben. Stargäste waren die damals berühmte Sängerin Lolita und eine brasilianische Folkloregruppe mit Moses La Marr sowie Rudolf Bernhard.

Leider musste dann nach zwei Jahren für die 2. Liga die Talfahrt angetreten werden. Man stieg ab in die 3. Liga. Allzuoft fehlten der Idealismus und Einsatzwillen, dies sowohl in Training und Spiel, ebenso mangelnde Kameradschaft und die fehlende spielerische Grundlage. Dies wurden als Hauptgründe angeführt. Die 2. Liga war einfach eine Nummer zu gross.

Der neue Trainer in der 3. Liga war Hermann Rietmann. Er ersetzte den bewährten Albin Müller, welcher sich jedoch als Spieler weiter zur Verfügung stellte. Diese Saison 61/62 wurde mit dem 4. Schlussrang in der 3. Liga beendet.

Der Vorstand für die Saison 62/63 bestand aus dem Team: Präsident Paul Grüninger* - Vice-Präsident Jules Weder - Aktuar Jacky Güntert - Sekretär Jos. Stucki - Kassier Hans Pergher - Materialchef Paul Ammann - Revisoren Max Weder und Hans lnauen sen. - Trainer Hans Haltner, Fiebstein

Als Trainergehalt wurde von der HV der Betrag von Fr. 800.- für die ganze Saison bewilligt. Dieser für damalige Verhältnisse beachtliche Betrag wurde im Sinne des Gruppensieges und evtl. Wiederaufstieges investiert.

Der Verein suchte immer wieder nach Einnahmequellen. So wurde vom 2. - 11. November 1962 in Au, Berneck und Heerbrugg ein Preisjassen organisiert. Das Ergebnis war erfreulioh und wurde durch eine Schenkung des Dauergönners Heinrich Müller erheblich aufgewertet. Da die sonstigen'Einnahmen minimal waren, war der Verein umso dankbarer für solche Zuwendungen. Das Thema Saalneubau war durch die Gemeinde in Angriff genommen worden, um die Möglichkeiten von Unterhaltungsabenden zu gewähren.

Die sportliche Bilanz der ersten Mannschaft war schlicht niederschmetternd. auf dem zweitletzten Platz wurde die Saison beendet: Aus der Traum von Wiederaufstieg oder vorderen Tabellenplätzen.

In der Person von Franz Köppel konnte ein neuer Präsident vorgestellt werden. Ehrenpräsident Paul Grüninger*, der das Amt in den letzten zwei Jahren nur noch interimsweise bekleidet hatte, trat zurück. Da Trainer Haltner ebenso wie die meisten vom negativen Abschneiden der ersten Mannschaft enttäuscht war, wollte er dieses Amt nur unter der Bedingung weiterführen, wenn ihn die HV zum Trainer wählte. Dies geschah dann mit Applaus.

«Sehr zu bedauern ist namentlich das Benehmen eines Teils der Junioren, welche am 12. September 1962 in Reute AR zwischen 22.00 und 23.00 Uhr anlässlich eines Vorunterrichtsmarsches einen solchen Radau machten, dass viele Leute aus dem Schlafe erwachten.

Nach einem eingegangenen Polizeiberichtnissen die Jungen der Strasse entlang Pfähle aus, zerschlugen auf ihr Bierflaschen, brachen Latten, verkrümmten ein eisernes Gartengeländer, entwendeten Büscheli und benahmen sich in einem Restaurant derart ungebührlich, dass sie des Lokales verwiesen werden mussten.

Nur dank dem Einsatz der Vereinsleitung und der restlosen Bezahlung des Schadens durch die Sünder konnte ein Gerichtsverfahren abgewendet werden»


Dieses Zitat stammt aus dem Präsidialbericht von Paul Grüninger* anlässlich der HV vom 28. Juni 1963. Ja, ja, die Jugend!

Der FC Au spielte damals mit 4 Mannschaften:

- I. Mannschaft (Leitung Trainer Haltner)
- II. Mannschaft (Leitung Trainer Haltner)
- Junioren A (Leitung Jules Weder)
- Junioren B (Leitung Jules Weder)

Der Kassier musste immer wieder die schleppende Beitragszahlung der Mitglieder rügen. Die Betriebsrechnung sah wie folgt aus:
Einnahmen: Fr. 1'440.40
Ausgaben: Fr. 2'093.25

Ein wahrhaft bescheidenes Dasein, gemessen mit heutigen Aufwendungen. In diesem Jahr wurde auch der Abbruch der alten Holzumzäunung beschlossen und in Fronarbeit der bestehende Röhrenhag als Spielfeldumzäunung in Angriff genommen. Dank eines Sporttoto-Beitrages von Fr. 2'500.- war dies möglich.

Die Talfahrt in sportlicher Hinsicht ging jedoch weiter. An der HV vom 19. Juni 1964 musste der Abstieg in der 4. Liga konstatiert werden. Innerhalb von zwei Saisons war also das «Kunststück» gelungen, von der zweiten in die vierte Liga zu tauchen. Präsident Franz Köppel erklärte sich bereit, mangels Nachfolger das Präsidentenamt interimsweise weiter zu führen.

Die Kommission der Stunde Null präsentierte sich wie folgt: Interims-Präsident Franz Köppel - Interims-Vizepräsident Jules Weder - Kassier Hans Pergher - Sekretär Jos.Stucki - Aktuar Jak.Güntert - Platzchef Meinrad Heeb - Platzwart Willy Rohner - Ballwart PaulAmmann - Platzkassier Marcel Harstall - Beisitzer Geni Zoller

Neubeginn

«Man» war nun also in der untersten der Spielklassen, in der 4. Liga. Und sogar noch etabliert. Denn der erhoffte, sofortige Wiederaufstieg ging in die Hosen. Und zwar des öftern, wie wir später sehen resp. lesen werden.

Die Wahlgeschäfte waren seit jeher eines der schwierigsten im Fussballclub, sowie auch in den anderen Vereinen, wie man immer wieder hörte. So war es zuletzt die Liebe zur Sache, die dringende Notwendigkeit, welche es ermöglichte, dass sich doch noch ein Vereinsvorstand in der Enttäuschung des Abstieges in die 4. Liga konstituierte. Als positives Beispiel erklärte der abgetretene Präsident Franz Köppel, doch noch interimsweise die Vereinsfahne hochzuhalten. Dies also zu Beginn der Saison 1964/65.

Am 19. Juli 1965 konnte dann die in Fronarbeit erstellte neue Sportplatzumzäunung anlässlich der Hauptversammlung als Erfolg erwähnt werden. Unter der Leitung des initiativen Platzwartes Meinrad Heeb hatten nämlich die Vereinsmitglieder unter anderem 88 Löcher zu graben und ebenso viele Betonpfähle einzusetzen. Der Zaun steht heute noch.

Sportlich wurde zwar durch Au I der Gruppensieg in der 4. Liga erkämpft, aber das zweite Aufstiegsspiel wurde in Rüthi verloren.

Chance vertan und dahin.

Am 15. Juli 1966 notierte man vor der Hauptversammlung mit einer Niederlage 2:1 Schweiz gegen Spanien. Max Weder war Präsident des FC Au und eröffnete die wegen des Länderspiele verspätete Hauptversammlung. Der Gruppensieg in cler 4. Liga wurde diesmal um einen Punkt verpasst. Wieder aus der Traum vom Wiederaufstieg.

Als tragisches Ereignis musste der Unfalltod des langjährigen Platzwartes und treuen FC-Au-Anhängers Willi Rohner, Oberfahr, vermerkt werden. Als Novum wurde das Auer-Grümpelturnier nun erstmals durchgeführt und somit urkundlich erwähnt. Schon damals war der finanzielle Erfolg ein «Wundplaster auf die Schuldenwunden» (Zitatprotokoll).

Das Dorfgrümpelturnier wurde zu einer festen Finanzbeschaffungsmöglichkeit des Clubs gemacht. Dank einem, bald einmal eingespielten Team, erfüllte dieser Anlass auch nahezu immer seiner spoıtlichen und finanzpolitischen Aspekte und wurde je länger je mehr zu einem Bindeglied in der Dorfgemeinschaft.

Die übrigen Dorfvereine liessen es sich kollegialerweise nicht nehmen, sportlich oder im Umfeld mitzuwirken. Der Musikverein beispielsweise, ist mit seinem Frühschoppenkonzert am Sonntagmorgen ein gerngesehener und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Festes. Auch die anderen Vereine wie Turnverein ETV Au, Männerchor Au, Männerriege Au usw. benutzen jeweils die Gelegenheit, sich fussballerisch zu testen.

Sportlich gesehen wurde ein Aufstieg in die 3. Liga erst 1970 Tatsache. Dazwischen lagen lange Kellerkinderjahre. Der Gruppensieg wurde wohl meistens erreicht, aber in den «nervigen» Aufstiegsspielen waren jeweils alle von allen guten Geistern verlassen.

Endlich, wie schon erwähnt, war der Aufstieg nach sechs langen Jahren geglückt. Beide Aufstiegsspiele gegen Brühi und Steinach konnten in heissen Kämpfen gewonnen werden. Trainer war der Ex-Reserve-Goalie des National-B-Clubs Brühl Max Eisenhut.

Das Grümpelturnier 1970 war wiedereinmal mehr ein grosser Erfolg und sicherte dem FC den dringend nötigen finanziellen und ideellen Rückhalt. Die Manager GT 1970 waren: Technische Arbeit (Turnierleitung usw.): Jules Weder, Hermann Grabher - Bau: René Bernhard, J. Güntert - Tombola: Familie Meinrad Heeb - Kassa: Jos. Stucky, Max Weder, Sepp Schachtler - Wirtschaft: Jos. Zoller

Dank der grosszügigen Unterstützung der Orts- und der Politischen Gemeinde Au wurde am 17. Juli 1970 auch vom neuen Trainingsplatz, welcher in Bälde bezugsbereit sein könne, berichtet. Ein wichtiges Ziel konnte mit diesem zusätzlichen Spielfeld erreicht werden.

Die Finanzlage war gesund, das 3./4. Liga-Turnier in Bazenheid konnte zum dritten Mal en suite gewonnen werden. Alle Voraussetzungen einer erfolgreichen 3. Liga-Saison waren gegeben.

1971 war ein Grund zum Feiern. Der Club war nämlich 25jährig geworden und ein nicht mehrwegzudenkender Bestandteil im re gionalen Fussballgeschehen und im Dorfbild. Am 7./8. August spielten unter anderem die Grasshopper's gegen den SC Brühl. Ein Treff der ehemaligen Vereinsmitglieder und andere Aktivitäten fanden statt. Präsident Jules Weder und sein Team leistete enorme Arbeit zu diesem würdigen Anlass.

Im verflixten sechsten Jahr nämlich in der Saison 1976/76 war es leider wiedereinmal soweit dass der Abstieg in die 4. Liga angetreten werden musste. Die Jahre vorher waren von einem jahrelangen 3. Liga-Fussballdasein gekennzeichnet. Dies mit wechselnden Erfolgen so liest man von «Liga-Erhalt sichergestellt» und sogar von einem Vizemeistenitel in der Saison 1973/74 unter Trainer lnauen und Spiko Conzelmann.

Die Senioren des FC machten Furore. 1972/1973 gewannen sie den Ostschweizerischen Senioren-Cup. Manager Heinz Bachmann und Rene Bernhard sahen die Früchte der sechsjahrigen Aufbauarbeit belohnt.

Die Saison 1976/77 brachte nach einjährigem 4. Liga-Dasein den Wiederaufstieg der ersten Mannschaft. Auch die zweite Mannschaft unter Trainer P. Geiger wurde Gruppensieger und bestritt die Aufstiegsspiele. Dies als absolutes Novum in der Vereinsgeschichte. Beide Aktivmannschaften in den Autstiegsspielen. Die zweite Mannschaft konnte in einem dramatischen Spiel in Altstätsen.

Man stelle sich diese Situation vor! Diese Belastung für den Schützen! Sie war denn auch zu gross. Das Unentschieden genügte den Gastgebern. Bei einem Sieg der Auer wären sie als Aufsteiger festgestanden. Aber wer weiss wozu es gut war. Zwei Teams in der 3. Liga?


Neues Clubhaus / Inter-B2 Junioren ...

Die Saison 1977/78 stand wieder im Zeichen der Senioren des FC. Mit 6 Punkten Abstand zum zweitplazierten Triesen wurden sie Meister der Meistergruppe. Doch nicht genug: In einem denkwürdigen Ausscheidungskampf drangen sie in den Final um den Titel des Schweizer Seniorenmeisters vor. [...]

Der restliche Teil dieser Chronik ist nur in der Präsentation sichtbar. Die Originalfassung dieser Chronik ist auch als Download verfügbar:

pdf Vereinsgeschichte 1946 - 1986 (~2,45 MB / Format: PDF)