"Die alte Garderobe war eine Festbude"
Im 6. und letzten Interview habe ich Marcel Köppel befragt. Marcel Köppel seit klein auf ein Mann mit Herz für diesen Verein.
PZ: Du bist höchstwahrscheinlich seit kleiner Junge dem FC Au treu? Wie bist du damals zum Fussball gekommen?
Marcel: Ich bin in der Au geboren und aufgewachsen und habe immer Fussball gespielt, da war es klar, dass ich zum Fc gehe und etwas andere als Fc Au kam gar nicht in Frage. Damals als kleiner Furz ging ich zu den D-Junioren, jüngere Juniorenmannschaften gab es nicht. Wir spielten 11er Fussball auf das ganze Feld und auf die grossen Tore. Ein grosser Spieler der über den kleinen Goali traf konnte da ein Spiel locker alleine entscheiden.
PZ: Ich habe schon gehört, dass Ihr früher eine ausgezeichnete Truppe auf dem Feld hattet, auch neben dem Feld. Beschreibe doch mal einige Erinnerungen von damals.
Marcel: Ja ja Philippe, du meinst die Mannschaft mit Deinem Vater die war wirklich toll. Da waren wir immer am Sonntagabend bei Euch beim Jassen und so habe ich Dich schon als kleiner Jungen kennengelernt. Damals haben wir Deiner Mutter die Küche voll gequalmt.
PZ: Welcher deiner ehemaliger Mitspieler hat dich am meisten geprägt und wieso?
Marcel: Spezielle Namen kann ich da nicht nennen, aber die Kämpfer haben mich sicher geprägt und mir gezeigt, dass man viele erreichen kann, wenn man nicht aufgibt. Obwohl ich auf dem Spielfeld eher nochmals die Betonung auf eher, ein Techniker war.
PZ: Als Ihr damals aufgestiegen seit, wie war das? Wie habt Ihr gefeiert und was war speziell?
Marcel: Ich durfte mehrmals aufsteigen und das waren immer unbeschreibliche Erlebnisse. Wir sind von der fünften in die vierte Liga aufgestiegen. Das war ein riesiges Fest und am Schluss sind wir auf einer Motorhaube sitzen durch die Au gefahren. Ein anderes mal sind bei einem Aufstieg von der vierten in die dritte Liga die Haare von den meisten Spielern geschnitten worden.
PZ: Warst du früher ein guter „Hose abe Spieler“? Was erinnert dich an dieses Spiel?
Marcel: Hey Pilippe was heisst da früher??? Ich bin immer noch sehr gut. Nein nein das ist ein sehr lustiges Spiel das man bis zu sechs Spielern spielen kann und es gibt neben der vollen Konzentration immer noch genügen Zeit wo man das Glas heben kann.
PZ: Mein Vater war früher angeblich schon ein guter Jasser, erzähl mal wie er sich gehalten hat?
Marcel: Ich höre immer früher, Martin ist heute noch ein sehr guter Jasser. Er hat die berühmte Monsteinschule durchgemacht und das prägt für das ganze Leben.
PZ: Seit einigen Jahren bist du spielerisch nicht mehr so aktiv, hast aber vor einigen Jahren als Juniorentrainer begonnen. Was ist dein Ziel als Trainer? Was möchtest du den Junioren vermitteln?
Marcel: z.B. Spass Freude Kameradschaft unterordnen lernen aber auch durchsetzen und natürlich auch Fusballspielen lernen. Alle diese Tugenden die ich auch lernen durfte und die einem positiv durchs Leben begleiten können.
PZ: Sind die heutigen Junioren besser als früher? Wenn ja, wieso denkst du ist dieser Wandel so?
Marcel: Technisch, taktisch also fussballerisch sind sie besser ausgebildet weil wir in der Schweiz eine fantastische Trainerausbildung haben. Nicht umsonst konnte die Schweiz U-17 Europa- und letztes Jahr ja sogar Weltmeister werden.
PZ: Wenn du deine 5 besten Momente in der Vereinsgeschichte aufzählen müsstest, welche wären dies?
Marcel:
- Die ganze Juniorenzeit war fantastisch.
- Die Grümpelturniere zuerst als Kind als Spieler und dann als Fest- und Barbesucher. (Die alte Garderobe war eine legendäre Festbude)
- Die tolle Zeit bei der zweiten Mannschaft mit diesen wunderbaren Freunden.
- Aber auch die Zeit in der ersten Mannschaft wo ich sogar einige Jahre als Kapitän amten durfte möchte ich nie vermissen.
- Dann später die sechs Jahre als Juniorentrainer eine ebenso wunderschöne Zeit.
- Auch nicht zu vergessen ist die Zeit bei den Senioren.
Du siehst ich weiss gar nicht wo ich anfangen und aufhören soll da gibt es für mich nicht fünf sondern tausende von wunderschönen Momenten.
PZ: Was wünscht du dir für die Vereinszukunft?
Marcel: Viele Junioren, eine tolles Vereinsleben und längerfristig den Aufstieg der ersten Mannschaft in die zweite Liga.
PZ: Ich danke dir für die genommene Zeit und übergebe dir das Schlusswort:
Marcel: Zum Schluss möchte ich allen Fc lern „a guats neues „ wünschen und noch viele schöne Momente auf und neben dem Fussballplatz.

















Hahaha, herrliche Frisur, du hast die Haare schön! Tia, das hatte man halt früher so ;)
Und dir Phil danke für die tollen Interviews. Schade sind sie schon vorbei...
Gruss aus Vaduz