Remis im Spitzenkampf


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Gabi

Im 2.-Liga-Spitzenspiel trennen sich Au-Berneck 05 und Widnau 1:1. Ein Remis, das mit Blick auf den gesamten Spielverlauf als gerecht betrachtet werden muss.

Bezeichnend, dass im hart umkämpften Gipfeltreffen keine Tore aus dem Spiel fielen. Die beiden Mannschaften agierten offensiv über weite Strecken zu wenig effizient und die Abwehrreihen gerieten nur selten in Verlegenheit. Entschieden wurde die Partie durch zwei Elfmeter, welche wohl noch lange für Gesprächsstoff im Fussball-Rheintal sorgen werden.

Verhaltener Start
Von einem furiosen Start wie etwa im letzten Zusammentreffen der beiden Teams (Cup) konnte am Samstag nicht die Rede sein. Beide Mannschaften legten das Hauptaugenmerk auf die Defensive und das daraus resultierende Mittelfeld-Geplänkel vermochte vorerst nicht zu begeistern. Gefährlich wurde es in der ersten halben Stunde nur einmal, als die Widnauer gleich zu dritt nur noch Fernandez und Klaric vor sich hatten. Symptomatisch für die magere Startphase wurde der Ball aber von Istrefi vertändelt.

In der 29. Spielminute war die Rivalität der beiden Vereine dann erstmals spürbar: Dominik Nüesch überlief auf der rechten Seite Memeti, der den Widnauer anschliessend im Strafraum zu Fall brachte. Der Pfiff des Unparteiischen blieb aber trotz heftiger Proteste der Gäste aus. Nur 60 Sekunden später war es erneut Nüesch, der erst auf der Seitenlinie durchbrach und abermals von Rinon Memeti gebodigt wurde. Der Pfiff von Schiedsrichter Santeler wäre wohl erneut ausgeblieben, hätte der Assistent das Foul nicht angezeigt. Santeler befolgte die Anweisungen des Linienrichters und zeigte auf den Punkt. Den anschliessenden Penalty verwandelte Istrefi souverän und die Widnauer nahmen die Führung mit in die Kabine.

Wenig klare Torchancen
In die zweite Halbzeit startete die Wildhaber-Elf dann entschlossener. Der Siegeswille machte sich nun bemerkbar, gute Torgelegenheiten entstanden vorerst aber trotzdem nicht. Zum einen fehlte in der Offensive die letzte Konsequenz, zum anderen stand im Widnauer Tor ein überragender Benjamin Büchel, der alles unter Kontrolle brachte was in seinen Strafraum gelang.

Zehn Minuten vor Schluss bekam die Degern-Elf dann aber nochmals Aufwind. Widnaus Nüesch, der bereits wegen Ballwegschlagens verwarnt war, wurde vom Schiedsrichter wegen einer Schwalbe vom Platz gestellt. Das Heimteam warf nun alles nach vorne und kam in den letzten fünf Minuten zu zwei guten Gelegenheiten. Der eingewechselte Turienzo wurde aber wegen Abseits zurückgepfiffen und der Kopfball von Batliner segelte knapp über das Tor. In der Nachspielzeit kam es dann trotzdem noch zum zweiten grossen Aufreger der Partie: Roccia wurde im Strafraum von hinten zu Fall gebracht. Und auch dieses Mal machte der Schiedsrichter den Anschein, als wolle er die Partie laufen lassen. Die Proteste der Heim-Mannschaft und deren Anhang fielen aber so heftig aus, dass der Unparteiische mit etwas Verzögerung erneut auf den Punkt zeigte. Der nervenstarke Pirmin Hutter schoss kraftvoll zum 1:1- Ausgleich ein, was auch das Endresultat bedeutete.

Mit diesem Punkt übernimmt Widnau die Tabellenführung, die aber schon am Dienstag in Gefahr ist, wenn Abtwil-Engelburg gegen Schlusslicht St. Otmar gewinnt.



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